Schulwegsplanung

Liebe Eltern,

bald wird Ihr Kind zum ersten Mal zur Schule gehen. Dann wird es stärker als bisher den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt sein. Sicher werden Sie Ihr Kind in den ersten Tagen auf dem Schulweg begleiten. Wir schlagen Ihnen dazu auf unserem Plan Schulwege vor, die nach dem Gesichtspunkt ausgewählt wurden, dass der Weg zu und auch von der Schule möglichst sicher ist.

Dabei sind folgende Regeln beachtet worden:

  • Die Kinder sollten die Fahrbahn möglichst wenig überqueren müssen.
  • Wenn eine Straße überschritten werden muss, sollte das immer an Kreuzungen und Einmündungen geschehen, nicht in den Streckenabschnitten dazwischen.
  • Straßen mit starkem oder schnellem Verkehr sollten möglichst an den Stellen mit Ampeln für Fußgänger, an Zebrastreifen oder an Stellen mit Schülerlotsen überquert werden.

Ein solcher Schulweg ist nicht immer der kürzeste; er ist aber auf jeden Fall der sicherste.

Bitte unterstützen Sie uns in unserem Bemühen und üben Sie diesen Schulweg ein, indem Sie ihn mit Ihrem Kind mehrmals gemeinsam gehen.

Überprüfen Sie später, ob Ihr Kind den Schulweg einhält und die empfohlenen Überwege auf dem Weg zur Schule und auf dem Heimweg benutzt.

Bleiben Sie Ihrem Kind stets ein Vorbild, indem Sie selbst die Straße auf gesicherten Überwegen überschreiten. Erläutern Sie außerdem das falsche Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer, die z.B. die Straße bei roter Ampel überqueren oder die zwischen parkenden Fahrzeugen hervortreten, und weisen Sie auf die besonderen Gefahren dieses Verhaltens hin.

Schulleitung
gez. -Ingrid Heid-Boström

Gemeinde Dossenheim
Der Bürgermeister
gez. -Hans Lorenz

Schulweg-Dossenheim-West-Fassung-2014
Schulweg-Dossenheim-Ost-Fassung-2014

Mit dem Kind den Schulweg üben

Im Schuljahr 2004 sind rund 60 000 Kinder auf dem Weg zur oder von der Schule bei Verkehrsunfällen verunglückt, 78 von ihnen sind ums Leben gekommen.

Besonders gefährdet sind die Schulanfänger. Sie beginnen erst langsam, sich mit dem Straßenverkehr zu beschäftigen und sind den Anforderung oft noch nicht gewachsen. Welche Gefahren auf dem Schulweg lauern und wie man ihnen aus dem Weg gehen kann, sollten Eltern nach einer Empfehlung des ADAC ihren Kleinen bei einem gemeinsamen Schulwegtraining rechtzeitig vor dem Schulbeginn zeigen, folgende Tipps des Automobilclubs können den Eltern dabei helfen:

  • Beim gemeinsamen Begehen des künftigen Schulweges dem Kind mögliche Gefahren zeigen und ausführlich besprechen. Der kürzeste Schulweg muss nicht immer der sicherste sein.
  • Regelmäßig üben, aber das Kind dabei nicht überfordern. Keine unnötige Angst machen und nicht ständig ermahnen, lieber öfter loben.
  • Je nach Länge und Schwierigkeit den Schulweg mehrmals am besten an Werktagen zu unterschiedlichen Zeiten abgeben und üben. So kann der ABC-Schütze lernen, sich auf verschiedene Verkehrssituationen einstellen.
  • Wichtig ist der Rollentausch – das Kind bringt die Eltern zur Schule und erklärt selbst die Gefahrenstellen.
  • Auch wenn das Kind bereits eigenständig zur Schule geht, sollte es gelegentlich beobachtet werden. So können Nachlässigkeiten erkannt und das Training wiederholt werden.

Die häufigsten Schulwegunfälle mit Todesfolge passieren Kindern laut ADAC nicht zu Fuß, sondern als Beifahrer im Auto. Aufgrund der meist nur kurzen Fahrstrecke sichern Eltern Ihr Kind oft nicht oder nicht richtig und setzen es dadurch kaum zu kalkulierenden Gefahren aus. Grundsätzlich rät der Club davon ab, Kinder regelmäßig mit den PKW in die Schule zu bringen, um dem Spross reichlich Gelegenheit zu bieten, durch eigene Erfahrungen ein sicherer Verkehrsteilnehmer zu werden.

Die Schulwegsplanung sowie die Erläuterungen dazu erhalten Sie auch als Download zum Ausdrucken.